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Etwas Chemisches Gips besteht aus Kalzium und Schwefel, sowie Wasser. In der Natur kommt Gips als Gipsstein vor. Gipsstein ist chemisch mit Wasser verbunden, und ist daher nur als relativ weiches Gestein abzubauen. Der Arbeitsprozess, der Gipsstein zum gebrauchsfertigen Gips macht, sieht folgendermaßen aus: Reziso Gipsstein wird in Brocken abgebaut.
Der Gipsstein wird zerkleinert und zwischen 130° C und 200°C gebrannt danach fein gemahlen. Der feingemahlene Gips wird je nach zu produzierender Sorte mit Zusatzstoffen vermengt und in Säcken abgefüllt. Heute wird Gips zu einem großen Teil in Kraftwerksentschwefelungsanlagen erzeugt. Das geschieht auf eine ganz simple Art. Als erstes werden die Abgase des Kraftwerkes durch immer feiner werdende Rußfilter geschickt. Danach gelangen die Abgase in eine sich drehende Trommel, von ca. 2 m Durchmesser und einer Länge von ca. 10 m. In diese wird nun Kalk (CaCO3) eingebracht. Die Abgase, die zum größten Teil aus Schwefeldioxyd (SO2) bestehen, werden einfach in die sich drehende, mit Kalk (CaCO3) gefüllte Trommel geblasen. Dabei verbindet an ein Molekül Kalk und ein Moleküle Schwefeldioxyd. Das dadurch entstehende Molekül ist CaSO4 ( Calciumsulfat ), also Gips. Dieser sehr leicht und billig erzeugte Gips ist von etwas minderer Qualität, er reicht aber für die meisten baulichen Zwecke aus. Einige Gipssorten: Stuckgips: recht weich, Sandzusatz, erlaubter Anteil an Perliten, oft gräulich, durch den Sand und Perlite recht wetterbeständig, mittlere Abbindezeit (DIN 1168) Alabasterformgips: Mischung aus 1/3 Teilen weißem Stuckgips und 2/3 Teilen Alabaster, sehr fein, Oberfläche (Gipshaut) mittelhart und dicht Alabastergips: reiner Alabaster kommt in der Natur als Gipsstein vor, der wird bei ca. 130° C zu Gebrauchsgips gebrannt. Gipsstein von den Alten Ägyptern, Römern und Griechen gerne zum Schnitzen von Skulpturen verwendet. Leicht durchscheinend, recht hart, etwas spröde, lange Abbindezeit Hartgips: durch spezielle Brenntechniken (160° C) und Mahltechniken erzeugter Gips mit künstlichen Zusätzen, sehr hart, lange Abbindezeit, Gipshaut sehr fein und dicht Dentalgips: reiner Kunstgips (Ludur), Verhalten wie Hartgips jedoch schnell abbindend, meist leicht blau oder rosa, Gipshaut nicht sehr dicht, wird beim Abbinden recht warm. Bei einigen Gipssorten große Hitzebeständigkeit, wird ausschließlich in Dentallaboren benutzt Putzgips: Gipse ähnlich wie Stuckgips. Hoher Anteil an Sand und Perliten, mit Haftmitteln und Verzögerern versehen, Putzgipse für Außen sehr sandig und wetterbeständig, Putzgipse für Innen weniger Sand , große Viskosität. Füllgips: Gipse mit Stellmitteln und Verzögerern, geringe Ausdehnung, enthält wenig Sand, mit Weißkalk versetzt, wird zum Auffüllen großer Löcher beim Bau von Häusern benutzt Flächengips: Feine Gipse, mit Weißkalk, Stellmitteln und Verzögerern versetzt. Meist mit chemischen Zusätzen versehen, recht dicht, zum Ausgleichen von unebenen Flächen gedacht
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